Ziellos durch Zielorientierung:
Wo Selbstmarketing anfängt


Selbstmarketing war lange Zeit verpönt, weil es allzu oft mit Prahlerei oder Aufschneiderei verbunden wurde. Selbstmarketing bedeutet jedoch nicht, Unwahrheiten zu verbreiten, sondern die richtigen (und wahren) Aspekte im richtigen Augenblick zu betonen.

Oder würden Sie bei einem Rendezvous von fünf spannenden Themen, die Sie zu bieten haben, ausgerechnet das Thema wählen, von dem Sie wissen, dass es für Ihr Gegenüber garantiert das langweiligste wäre?

Die Orientierung am Startpunkt

Stellen Sie sich vor, Sie planen eine Wandertour. Normalerweise würden Sie sich Ihr Ziel auf der Karte markieren, dann Ihren Startpunkt und schließlich eine Route wählen, die Ihnen sinnvoll (und gangbar) erscheint.

Die Reise zu den eigenen Zielen

Was uns bei der Planung einer echten Wandertour auf Anhieb plausibel (und vermutlich als das einzig Sinnvolle) erscheint, findet bei der Planung der eigenen Lebensoder Karriere-Ziele kaum Anwendung. Da wird häufig ein Ziel verfolgt, statt eines zu erreichen. Wer seine Ziele klar benennen kann gehört schon beinahe einer Minderheit an. Noch seltener folgt aber der oben beschriebene zweite und dritte Schritt: die klare Bestimmung der eigenen Ausgangsposition und die Klärung der Möglichkeit mit den vorhandenen Bordmitteln.

Der erste Schritt: Sich selbst kennenlernen

Erfolgreiche Menschen übernehmen besonders oft die Aufgaben, die sie besonders gut beherrschen - und sind eben deswegen auch besonders erfolgreich. Ein erster Schritt sollte also sein, sich selbst besser kennenzulernen. Dies kann über Stärken- Schwächen-Profile oder über sogenannte Potenzial- oder Präferenzpro-file geschehen, durch die Sie testen, wo Ihre Neigungen liegen und welche Themenbereiche Ihnen besonders liegen.

Der zweite Schritt: Wunsch, Vision und Mission

Eine Bestandsaufnahme (= Startpunkt) ist beispielsweise durch ein persönliches Coaching (das auch intensiv an einem Wochenende stattfinden kann), eine Erkenntnis der eigenen Fähigkeiten (= Bordmittel) sowie das Erarbeiten der eigenen Lebens-Vision möglich.

Der dritte Schritt

Motivatoren und Meilensteine einbauen Was für den Wanderer die Zwischenstopps sind, sind für Sie möglicherweise Auszeiten mit der Familie, Zeit mit lieb gewonnenen Menschen oder andere kleine Belohnungen bei der Erreichung bestimmter Zwischenziele.

Der vierte Schritt: An sich arbeiten

Ob es die eigene Selbstorganisation oder einfach ein tolles Buch ist, das den eigenen Horizont erweitert: tun Sie Dinge, die Ihren Charakter formen und lassen Sie andere daran teilhaben. Eine liebenswerte "Macke" ist attraktiver als ein aalglatter Lebenslauf.

Lothar Geisler und Gordon Geisler